Erweiterung der Kernobst-Kühllager

Rechtzeitig zur Kernobsterne 2014 konnten wir drei neue Kühlzellen in Betrieb nehmen. Die auf die Konzeption und den Bau von Kühlhäusern mit kontrollierter Atmosphäre spezialisierte Firma Strunck – Weis Technik aus Wanna im Alten Land hat die Anlage im August fertiggestellt. Unsere besehenden fünf Kühlzellen wurden ebenfalls mit modernster Technik nachgerüstet und in die neue Verbundanlage aufgenommen. Die energieeffiziente Anlage mit einer Gesamtkälteleistung von 206 kW wird zukünftig auch die Klimaanlage unseres neuen Hotels mit kaltem Wasser versorgen. Positiv zur Energiebilanz trägt die Wärmerückgewinnung bei, die zur Brauchwasservorerwärmung eingesetzt wird.

Um die Reife unserer Äpfel und Birnen nach der Ernte zu verlangsamen, werden die Früchte in einer kontrollierten Atmosphäre gelagert. Dabei werden in gasdichten Kühlräumen nicht nur die Temperatur und Luftfeuchtigkeit geregelt, sondern auch der Sauerstoffgehalt reduziert und der Kohlendioxidgehalt erhöht.

Auf natürliche Weise setzen Äpfel und Birnen während des Atmens Sauerstoff in Kohlendioxid um. Durch die Verringerung des Sauerstoffgehalts wird die Atmung der Frucht verlangsamt. Geschieht das auf natürliche Weise, so kann dies eventuell mehr als drei Wochen in Anspruch nehmen. Dieser Zeitraum erfordert von der Frucht ein hohes Maß an Energie, was wiederum zu einem Verlust an Qualität und einer Verringerung der Haltbarkeit führt.

In unseren Kühlhäusern wir daher der Sauerstoff in der Kühlzelle kontrolliert und bei der Einlagerung beschleunigt mit Hilfe einer Stickstoffinjektion gesenkt. Der Stickstoff dafür wird aus der Umgebungsluft gewonnen. Allerdings kann auch ein zu hohes Kohlendioxidniveau dem kostbaren Produkt schaden. Die Früchte würden ersticken und der komplette Inhalt des Kühlraums wäre verloren.

Daher werden unsere Kühlhäuser mit modernster Mess- und Regeltechnik überwacht und auf den gewünschten Niveaus gehalten. Die Stoffwechseltätigkeit des Lagergutes und damit der Abbau wertvoller Inhaltsstoffe werden möglichst stark reduziert. Damit bleiben unsere Äpfel auch im Frühjahr noch immer knackig, lecker und gesund.